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Arco 2006

Die Jugendkaderfahrt in den Herbstferien 2006 nach Arco - 2 Berichte

Arco 2006 – Resümé Andreas Hofmann – Landestrainer

Vom Glück eines Trainers mit „seinem“ Team – die persönliche Sicht

Zur 2. Ausfahrt in diesem Jahr stand Arco auf dem Plan – 29.10.-5.11. Ich hatte das Glück mit 10 Jugendlichen und Uli Lindenthal eine Woche bei hervorragendem Wetter verbringen zu dürfen. Und wieder bestätigte sich wie bei den vorangegangenen Fahrten schon, dass dieses Team eine Sammlung von Goldstückchen ist – jedes mit seinem ganz eigenen Charakter. Alle miteinander sind sie das, was woanders wohl mit „sozialkompetent“ bezeichnet wird. Für mich als Trainer bringt das mit sich, dass ich mich auf alle voll verlassen kann. Alle ziehen wir an einem Strang – jeder in seiner Rolle. Das zeigt sich am Fels in der absoluten Zuverlässigkeit, was das Sichern anbelangt ebenso wie beim täglichen Zusammenleben. Ein Beispiel dafür: Die Verabredung, am Sonntag um 6.30 abzufahren wurde absolut zuverlässig und ohne ein weiteres Wort meinerseits, ohne Weckmaßnahmen oder frühmorgendliches Heraustrommeln eingehalten.

Zum Klettern: Uli und ich organisierten meist im ersten Abschnitt des einige Übungen, die den Jugendlichen Anstoß geben sollten, ein Gespür für das eigene Klettern zu erhalten und auszubauen. Daran anschließend fanden alle dann ihre eigenen Weg durch den Tag. Wir Trainer standen den Jugendlichen dann zur Verfügung vom Einhängen der Schlingen bis zum Filmen und Auswerten von Videosequenzen. Wir standen aber ebenso zur Verfügung als es um Veränderungswünsche (insbesondere an mich) ging, so beispielsweise die Veränderung im Hinblick auf die Betreuung der Deutschlandcups. Auch das hatte in den Tagen seinen Platz. Was mich im Hinblick auf das Klettern besonders freute: Einige setzten bereits angestoßene Wege fort, frischten sie auf, stiegen z.B. weiter vor, was einige Monate vorher angestoßen wurde; andere schafften es, die eine oder andere Schwelle zu knacken, z.B. eine schwere Tour tatsächlich letztendlich [besser als selbst erwartet] zu klettern. Einige zeigten an dem, wie sie kletterten, dass sie selbständig an „Hausaufgaben“ vorangegangener Treffen weitergeübt hatten – Hut ab, denn das bedeutet, sie haben es geschafft, selbst am Ball zu bleiben. Und: Jede(r) formulierte am Ende die eigenen nächsten Schritte. Wir Trainer ergänzten nur noch durch unsere Ideen. Oft formulierten die Jugendlichen die Dinge recht ähnlich wie ich sie auch gesagt hätte. Und weil die Fahrten letztes Jahr Arco, Pfingsten in der Pfalz und auch die jetzige so angenehm im Miteinander und produktiv beim Klettern verliefen, beschlossen wir, kommendes Jahr wenigstens eine Fahrt auf 2 Wochen auszudehnen. Das heißt für uns Trainer zwar auf, das eigene Honorar zu kürzen, da wir es auf zwei Wochen „strecken“. Was wir bekommen ist aber ungleich mehr wert – eine Gemeinschaft, die sich im Miteinander und aufeinander achtet. In diesem Sinne möchte ich noch mal allen Beteiligten meinen Dank aussprechen: euch Mitfahrern (Uli!), den Eltern, die den Kindern das mit möglich machen und der Alix im Büro, die die Fahrt aus dem Hintergrund mit organisierte. Bis bald Andi

 

Arco 2006 - Bericht von Jana Münzenberg

Wie ein Dutzend wichtiger Unwichte eine Woche zum Klettern ausfuhr Gleich am ersten Tag fuhren wir ins Val Algone und für mich hieß es: Routen spulen, um mich an den Fels und die andere Kletterei zu gewöhnen. Natürlich wurde auch gleich ein bisschen Haut dagelassen, aber am nächsten Tag fuhren wir nach Massone, wo der Fels bekanntermaßen nicht mehr wirklich rau ist. Zwei Freundinnen und ich probierten uns gemeinsam in einer 7b, die uns allen dreien seltsamerweise nach jedem (missglücken) Versuch immer besser gefiel. Die Tour stellte viele verschiedene Anforderungen an uns: Kraft, Trittgenauigkeit, Spannung und eine gehörige Portion „Biss“. Nach dem Ruhetag starteten wir noch zwei weitere Tage Mal um Mal in diese Tour, die Versuche wurden leider nicht mit einem Durchstieg belohnt, aber jede von uns konnte ein persönliches Ziel überwinden und wenn es nur der „innere Schweinehund“ war. Beim Aufwärmen feilten wir an unserer Fußtechnik und Klettertaktik, erhielten dabei einige Tipps von den Trainern, die wir sicher auch daheim noch weiter verfolgen werden.

Am letzten Tag, der wie alle vorherigen sonnig und wolkenlos war, war das einzige Ziel, die noch vorhandene Kraft wegzupowern. So stiegen wir nach der Erwärmung in lange Routen ein, die ziemlich viel Kraft aus den Armen zogen, z.B. eine 7a mit vielen Sintern. Dieses Ziel erreichten wir, am Abend saßen wir mit langgezogenen Armen in der Pizzeria und waren fast nicht mehr fähig die Pizza zu schneiden.
Abends in der Unterkunft kochten wir meist selbst und auch der Abspüldienst wurde auf alle verteilt, so dass jeder mal an die Reihe kam. Viele mussten Schulsachen erledigen, eine „beliebte“ (Pflicht-)Lektüre war Goethes Faust, aber nur damit kann man ja nicht die Abende, die seit der Zeitumstellung schon um halb sechs anfangen, rumbringen. Also wurde fleißig Schafkopf gespielt und nebenher drei Kilo Parmesan und fast genauso viel Schokolade vernichtet. Die Gruppe war toll, wir 12 sind alle so unterschiedlich aber uns alle verbindet eines: die Lust zu klettern. Deshalb war das Klima klasse, wir haben wahnsinnig viel gelacht, unter anderem auch weil die Trainer eben nicht nur die Trainer und Betreuer, sondern einfach zwei weitere in der Gruppe waren, die für jeden Spaß zu haben waren.
Für mich ist dieser „Spaßanteil“ einer der wichtigsten im Klettern, den man einfach nicht vergessen darf, sonst klappt überhaupt nichts, deshalb hat mir die Fahrt so gut gefallen und ich habe jetzt auch wieder neue Anhaltspunkte, die ich in das Hallentraining im Winter einbinden kann.

Text und alle Bilder von Jana Münzenberg

Mitgliedsvereine aktuell

Neue Sportförderrichtlinien in Kraft getreten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vertreter unserer Mitgliedsvereine,

zum 30.12.2016 sind die neuen Sportförderrichtlinien in Kraft getreten.

 

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