headerbilder_09.jpg

Jugendkader aktuell

Landestrainer Andreas Hofmann auf neuen Pfaden im Iran

Ausbildungsabenteuer im Iran

Email Dez 2015: Hast du Lust eine Trainerausbildung im Iran zu machen? Eine Kaskade von Gedanken, die von geballtem Nicht-Wissen über diesen Teil des Erdballs  erzählen und noch viel mehr von der Negativpolung aufgrund all der Terror- und Repressionsberichte in den Nachrichten aus dieser Region. Ich spüre auch etwas Angst, als ich über eine eine mögliche Reise nachdachte. Wer weiß denn schon wie weit Teheran von Syrien, vom IS weg ist?! Und außerdem leben dort die bösen Muslime ...

Ich fuhr. Und es war gut!

Im Iran leben tatsächlich sehr freundliche Leute, kaum zu glauben. Dort lebt ebenso wie bei uns so mancher Funktionä, der dieser Spezies in anderen Ländern gleicht. Und dort leben mit die neugierigsten Teilnehmer, die ich je bei einem Ausbildungskurs erleben durfte. Praktisch immer begegnen mir sehr interessierte und offene Teilnehmer. Aber die vier Männer, die ich in Polur am Fuße des höchsten Berges des Iran, des Damavand , ca. 100km von Teheran entfernt, ausbilden durfte, sprengten jede Motivationseinordnung im positivsten Sinne. Jeden Tag waren sie bis spät am Abend voll dabei und saugten alles auf, was ich ihnen anbot. Und sie stellten manches in Frage, was sie bis dato taten.

Glücklicherweise war Artimes, der internationale Routenschrauber, gut in der Lage, den anderen vom Englischen ins Persische zu übersetzen.

Schließlich waren wir alle nach einer Woche sehr bewegt: die Teilnehmer, weil sie sich neue Blickwinkel erschlossen haben Klettern zu unterrichten; ich, weil ich neben all den Kletterthemen auch solche anbringen konnte, die mir in allen Kursen ein Anliegen sind: Wie gehen wir mit unseren Jugendlichen gut um? Wie sieht ein in diesem Sinne guter Leistungssport aus? Wie gehen wir als Trainer mit unseren Energien um, ohne uns leersaugen zu lassen? usw.

Zudem hat es mich erschrocken ... ich bin doch ein so (welt)offener Mensch ... wie sehr ich von den medial geprägten Vorurteilen über die Region beeinflusst bin. Aber ganz dem entgegen: Der Iran ist ein Land, das sehr offen und freundlich Fremden gegenüber ist, in dem ich immer wieder angesprochen wurde und mich in freundlichen und interessanten Gesprächen wieder fand, in dem ich zu Frühstück und Abendessen von Wildfremden eingeladen wurde. In Punkto Offenheit und Gastfreundschaft durfte ich viel erleben, was meinen Vorurteilen den Boden entzieht und die Iraner in ein sehr angenehmes Licht rückt.

 „Always go on a journey, but never agree to arive anywhere.“ (Simon Rattle, Dirigent)

Bericht Andreas Hofmann

Zurück

Mitgliedsvereine aktuell

Neue Sportförderrichtlinien in Kraft getreten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vertreter unserer Mitgliedsvereine,

zum 30.12.2016 sind die neuen Sportförderrichtlinien in Kraft getreten.

 

Weiterlesen …